Seit dem 22.08.2008 gibt es in Cochem den Verein "Burggreife", der unsere Wildvogelauffangstation unterstützen und fördern soll. Mit seiner Hilfe soll die Versorgung und Unterbringung der betroffenden Tiere, sowie die Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit den Schulen, Kindergärten und sonstigen Einrichtungen durchgeführt werden. Ziel ist es hier, auch umweltpädagogische Arbeit zu leisten. Insbesondere Kinder sollen auf anschauliche Weise das Anliegen der Station kennenlernen.
Die Wildvogelauffangstation trägt auch dazu bei, das Verständnis für den
Tier- und Artenschutz im Kreis Cochem-Zell zu vergrößern und somit einen besseren Schutz der vielfach gefährdeten Arten zu gewährleisten. Wir streben die Gemeinnützigkeit des Vereines an.

Möchten Sie gerne Mitglied werden, füllen Sie einfach einen Antrag aus und senden ihn uns an die Adresse:

Burggreife c/o Falknerei Bente-Schröder GbR
Postfach 1224
56802 Cochem.

Kinder bis 14 Jahre sind beitragsfrei. Ab 14 Jahren bis zum Ende der Ausbildung beträgt der Beitrag die Hälfte des Erwachsenenbeitrages (Euro 24,-). Wir bieten auch einen Familienbeitrag an.
Dieser wurde auf Euro 50,- festgelegt. Wenn Sie Fragen haben oder uns vielleicht gerne durch eine Geld- oder Sachspende unterstützen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung!

Vielfach werden Falkner von so genannten Vogelschützern/Tierschützern als Tierquäler bezeichnet oder sogar beschuldigt, Greifvögel aus der Natur zu entnehmen!

Wir möchten darauf hinweisen, das eine Vielzahl von Falknern für die Wiederherstellung der Artenvielfalt in der freien Wildbahn nach den Einbrüchen in den 60er Jahren mit beteiligt war und durch ihre Erfahrungswerte und ihr Fachwissen erfolgreich bei der Aufzucht und Auswilderung der gefährdeten Wanderfalken mitgewirkt haben.Durch die Zusammenarbeit der Falkner und der Naturschutzbehörden und -organisationen ist es unter anderem auch gelungen in 2007 einen Verbot von 500 Pestiziden zu erwirken, die nicht nur für die Greifvögel schädlich sind.

Falkner müssen für ihre Berechtigung, in Deutschland einen Greifvogel zu halten und mit ihm jagen zu dürfen, umfangreiche Prüfungen ablegen. Durch diese ist es ihnen möglich, kranke und verletzte Tiere zu pflegen und wieder auf die freie Wildbahn vorzubereiten. Laut Tierschutzgesetzt sind zum Beispiel Leiter und Mitarbeiter für Pflege- und Auffangstationen nicht verpflichtet, die nötigen Sachkenntnisse in Bezug auf Greifvögel nachzuweisen.

Da heutzutage die Greifvögel wieder an Anzahl und Artenreichtum zugenommen haben, ist es nun notwendig, diese auch zu erhalten. Immer noch erleben wir Erkrankungen durch Pestizide, Tiere werden durch das erhöhte Verkehrsaufkommen gefährdet und brütende oder aufziehende Vögel durch Sanierungs- oder Abrissarbeiten gestört.

Seit 2005 haben wir 26 verletzte Greifvögel versorgt und 10 Turmfalkeneier ausgebrütet. Von den 26 verletzten Greifvögeln (Turmfalken, Uhu, Habichte,
Milane) konnten wir 20 erfolgreich wieder auswildern.2 Vögel waren so schwer verletzt, dass sie trotzt intensiver ärztlicher Betreuung leider nicht überlebt haben. 4 Vögel sind noch in unserer Obhut, da diese aufgrund von bleibender Schäden leider nicht mehr in der freien Wildbahn alleine zurechtkommen.

Hier haben wir eine Ausnahmegenehmigung der Behörden bekommen, die uns erlaubt, diesem Tier ein Zuhause zu geben. So etwas hat natürlich nur einen Sinn, wenn die Tiere schmerzfrei sind und ohne größer Einschränkungen.

Des weiteren konnten wir von den 10 Eiern, die uns gebracht wurden, 8 erfolgreich ausbrüten, diese Jungtiere aufziehen und auf ihr selbständiges Leben vorbereiten. Anfang August 2005 sind sie dann “ausgeflogen” und es war wunderschön anzusehen, wie sie aufgestiegen sind und ihre Kreise am Himmel gezogen haben. Vorsichtshalber haben wir sie noch ein paar Tage “futtertechnisch” versorgt.


Leider müssen wir diese Versorgung der Tiere selber finanzieren, da nicht jeder Tierarzt “Wildtiere” kostenlos behandelt. Den Status einer staatlichen Pflege- und Auffangstation können wir leider nicht bekommen, da in Rheinland-Pfalz schon laut den zuständigen Behörden genügende vorhanden sind.

Deswegen haben wir uns in 2008 dazu entschlossen, einen Förderverein für den Auffang und die Versorgung der wilden Greifvögel, Eulen und Käuze zu gründen.

Vielen Dank für die Unterstützung die wir in den letzten Jahren von den Tierliebhabern im Umkreis in Form von Futterspenden bekommen haben!!!

 

Artenschutz